Warum es wertvoll ist, ein Tagebuch zu führen

Ich wusste nicht, was ein Bullet Journal ist, bis ich meine Tochter völlig vertieft über ein Heft fand, in das sie wunderschöne Zeichnungen malte und dazu schrieb. Sie führt, ebenso wie ich, schon immer ein Tagebuch, doch dieses Heft hatte ein größeres Format und sie benutzte viel unterschiedliches Schreibwerkzeug für ihre Eintragungen. Auf meine Nachfrage hin, klärte sie mich auf. Dies sei ein Bullet Journal, also ihr Terminplaner, Kreativblog, Notiz-und Tagebuch in einem. Sie zeigte mir dann auch verschiedene Seiten dazu im Internet, wie genau so ein Journal aussehen sollte. Wer sich näher für die Methode des Bullet Journals interessiert, kann hier mehr nachlesen: https://bulletjournal.com/

Selbst habe ich über die Jahre einen Stapel Hefte angesammelt, vollgeschrieben mit meinem “Leben”. Ich schreibe schon immer alles auf, von Wetterbeobachtungen, wichtigen Terminen, Ereignisse in meinem Leben, Körperbefindlichkeiten, Naturerfahrungen, meine Träume, Gedanken, Ideen und Ängste. Es hilft mir mich zu sortieren, reflektieren, die Landkarte meines Gehirns zu erweitern. In der Wildnispädagogik gehört das Führen eines Naturtagebuches zu den täglichen Kernroutinen. Es führt uns in eine intensive Aufmerksamkeit und durch regelmäßige Aufzeichnungen bildet sich eine mentale Gewohnheit aus, die unser Naturwissen erweitern und unsere Naturverbindung vertiefen kann.

Das Tagebuch schreiben, also auch das Notieren meiner tiefsten, inneren Gedanken, die ich (noch) nicht mit anderen Menschen teilen möchte, hilft mir vor allem mich selbst zu erforschen und mich weiter zu entwickeln. Es strukturiert meine Gedanken, und während des Niederschreibens relativieren sich oftmals Ängste und Ärgernisse. Innere Widerstände und persönliche Sichtweisen lassen sich in einem größeren Kontext betrachten, wenn ich mir meine Gedanke von der Seele geschrieben habe. Das erleichtert mir den Umgang mit alltäglichen Herausforderungen und macht mich gelassener.

Außerdem benutze ich mein Tagebuch, um mich besser zu organisieren. Ich notiere meine Ideen, halte Inspirationen fest, schreibe meine persönlichen Gebete, Mantren und Danksagungen auf. Setze mir persönliche Termine und Aufgaben und führe Listen über meine mehr oder weniger gelungenen Minimalisierungsversuche von materiellen Anschaffungen. Es ist quasi auch ein persönliches Arbeitsbuch für mich.

Besonders wichtig sind für mich meine Notizen über die Mondzeiten und meine Körperempfindungen. Das hilft mir ungemein, mich und meinen Lebenszyklus besser kennen zu lernen und auch zu verstehen.

All das mag sich nun sehr aufwendig anhören, doch ist es wirklich nur eine kleine organisatorische Sache, die sich wirklich lohnt! Ein Tagebuch trägt zur täglichen Achtsamkeit bei und macht nachweislich glücklich. Probiere es einfach aus! Ich liebe es zu schreiben und werde meine Bücher weiterhin füllen, denn es ist für mich die beste Methode, mich mit mir selbst auseinander zu setzen. Werde selbst kreativ und beginne einfach mit kleinen Notizen und schau wie es sich für dich anfühlt. Auch ohne die Anleitung für ein Bullet Journal funktioniert das bei mir schon sehr lange prima!

Vielleicht führst du auch schon ein Tagebuch und magst hier deine eigenen Erfahrungen mit uns teilen! ?

Alles Liebe,

Sabine

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